Leben auf Lanzarote – Eva Bury berichtet uns heute von ihren Erfahrungen

In den Medien wird das Thema Auswandern ja sehr breit behandelt. Ich möchte eigentlich hiermit die Gelegenheit nutzen und Ihnen sehr interessante Menschen aus meiner Wahlheimat vorstellen, die den Schritt des Auswanderns erfolgreich gemeistert haben.

Die staatlich anerkannte Masseurin und medizinische Bademeisterin Eva Bury, gebürtig aus dem schönen Kurort Isny im Allgäu kommend, wohnt mit ihrem Ehemann seit nun mehr 6 Jahren auf Lanzarote in Playa Blanca. Was sie zu diesem Schritt bewegte, welche Erfahrungen sie in ihrer neuen Heimat sammelte und wie sich ihr Leben veränderte, erfahren wir im hier folgenden Interview:

LEBEN AUF LANZAROTE – Eva Bury erzählt von ihren Erfahrungen

Playa Papagayo 2
Die Papagayo-Strände in Playa Blanca

Hallo Eva! Danke, dass Du mich zu Dir eingeladen hast und mir von Dir erzählen möchtest. Und wir kommen direkt zu unserem Thema:

Wie war das den damals, als Du Dich entschlossen hattest auszuwandern?

Das war eigentlich eine ganz einfache Entscheidung, denn ich wollte schon immer im Süden leben. Mich interessieren andere Kulturen und ich bin viel gereist. Klar ist das Wetter auch wichtig, weil ich mich gerne und viel in der Natur aufhalte.

Und der entscheidende Moment war, als ich mit meinem Mann eine Reise auf die Kanarischen Inseln planten. Eigentlich sollte die Reise nach Fuerteventura gehen, aber mein Mann hat sich dann spontan für Lanzarote entschlossen und auch direkt in Playa Blanca gebucht. Und da war es geschehen: Vom ersten Moment an haben wir uns in die Insel verliebt.

Dann dauerte es aber doch noch 3 weitere Jahre und viele Urlaube auf der Insel, bis wir uns endgültig entschlossen hatten, auszuwandern. Jetzt sind wir seit November 2008 hier auf der Insel.

Warum hast Du Dich damals für Lanzarote entschieden?

Es war wirklich Liebe auf den ersten Blick. Aber wir haben die Idee reifen lassen und erst mal die Insel genauer kennenlernen wollen. Aber mit jedem Urlaub wurde uns bewusster, dass das unser neues Zuhause werden sollte.

Dann bist Du zusammen mit Deinem Mann nach Lanzarote gezogen. Aber was hast Du am Anfang als gewöhnungsbedürftig empfunden? Und wie bist Du damit umgegangen?

Eigentlich gar nichts und vor allem nichts im negativen Sinne. Ich habe nichts vermisst und vermisse bis heute nichts außer meine Freunde aus Deutschland. Ich habe mich hier auf der Insel gleich wohlgefühlt. Ich habe sofort supertolle und freundliche Menschen getroffen. Ich hatte auch immer Hilfe bekommen. Jeder kennt das am Anfang mit den Problemen mit dem ganzen Papierkram, wie die NIE-Nummer und die Anmeldung beim Rathaus etc. Aber mir haben die Spanier immer geholfen und helfen mir heute auch noch viel, wenn es nötig ist.

Das ist ja eine wirklich tolle Erfahrung. Hat sich denn Dein persönlicher Weg als Mensch durch die Auswanderung verändert? Oder hat sich Deine Sichtweise auf Dinge verändert?

Eigentlich nicht, denn ich bin von Natur aus ein sehr offener Mensch und ich fühle mich hier wirklich gut aufgehoben. Insgesamt bin ich aber geduldiger geworden. Auch wenn ich heute noch meine Freunde in Deutschland treffe, sagen mir alle, dass ich mich so gar nicht verändert habe. Richtig verändert habe ich mich nicht, aber ich bin ausgeglichener geworden.

Und was machst Du jetzt beruflich auf der Insel?

Ich bin von Beruf staatlich anerkannte Masseurin und medizinische Bademeisterin. Ich liebe meinen Beruf. Schon seit meinem 10. Lebensjahr stand für mich fest, dass ich diesen Beruf einmal lernen und ausüben möchte. Und ich bin jetzt auf Lanzarote selbstständige Masseurin. Es macht mir bis sehr viel Freude und Spaß. Es ist der Umgang mit Menschen – immer wieder neue Menschen kennenlernen und Menschen zu helfen. Und das kann ich jetzt sogar noch an dem Ort machen, an dem ich mich wohlfühle.

eva-bury-2

Das hört sich ja so an, dass Du Deinen Beruf mit Leib und Seele ausübst. Aber was fasziniert Dich denn an Deinem Beruf so sehr?

Es sind viele Dinge, die mich an meiner Tätigkeit begeistern. Es ist auch eine sehr schöne Herausforderung, weil massieren nicht gleich massieren ist. Medizinische Massage findet die muskulären Verhärtungen und löst diese auf. Da ich aus dem medizinischen Bereich komme, wende ich ausschließlich therapeutische Massagen an. Es ist immer wieder faszinierend die Hintergründe für Verspannungen und Verhärtungen herauszufinden. Der Schmerzpunkt ist nicht immer die eigentliche Ursache. Für meine Behandlungen ist es wichtig sofort zu erkennen, woher die wirkliche Ursache kommt, die eine Muskelverhärtung und einen Schmerz an einer bestimmten Stelle auslösen. Oft ist der Schmerzpunkt reflektorisch durch Muskelketten weit weg von der eigentlichen Ursache. Die Muskelreflex-Therapie wird hier angewendet.

Kannst Du dafür ein Beispiel nennen?

Ja, gerne…. Wenn ich z. B. einen Menschen behandele, der Schmerzen in der rechten Schulter hat, dann liegt die Ursache dafür oft aber woanders, z. B. im Lendenbereich oder in den Beinen (Wadenmuskulatur). Oder auch durch Haltungsschäden, Fehl- oder Überbelastung, oder Schonhaltung. Deswegen ist meine Hauptaufgabe die Zusammenhänge zu erkennen und den Menschen ganzheitlich aus therapeutischer Sicht zu behandeln.

Sinnvoll sind auch Lymphdrainagen (KPE – komplete physikalische Entstauung), die ich auch anbiete. Diese wirkt enstauend und entgiftend. Unser Immunsystem wird durch das Lymphsystem wieder angeregt. Wasseransammlungen werden gezielt eliminiert und Anstauungen werden schneller ausgeleitet. Der gesamte Körper wird entgiftet, was sehr wichtig ist. So wird der Körper in Heilungsprozessen unterstützt.

eva-bury

 

Und wo bietest Du Deine Behandlungen an?

Hauptsächlich biete ich meine Behandlungen im Süden der Insel an. Ich bin mobil. Das heißt, dass ich die Behandlungen entweder direkt bei den Leuten zu Hause mache oder im Hotel. Ich arbeite auch mit verschiedenen Hotels in Playa Blanca zusammen. Wichtig ist für mich, dass sich meine Kunden wohlfühlen. Oft machen wir die Behandlungen auch bei ihnen auf der Terrasse oder am Pool…. Einfach an der frischen Luft.

Was ist denn Dein Tipp, um einen gesunden Rücken zu behalten?

Vor allem sollte man auf seine Sitzposition achten. Aber man sollte sich auch regelmäßig bewegen und sich dehnen. Aber der aktive und der passive Part sollten immer im Gleichgewicht sein. So wie alles im Leben.

Das ist ja gar nicht sooo schwer und auch leicht zu beherzigen. Eva, was würdest Du jemandem mitgeben wollen, der gerade mit dem Gedanken spielt, auszuwandern?

Es gibt kein Patentrezept oder Königsweg. Einfach ausprobieren und machen. Geld haben ist auch keine Garantie dafür, ob eine Auswanderung funktioniert. Es ist vielmehr die innere Einstellung. Es ist auf jeden Fall eine tolle Erfahrung und es lohnt sich immer! Letzten Endes bereuen wir immer die Dinge, die wir nicht im Leben gemacht haben. Also einfach machen!

Eva, vielen Dank für unser Gespräch und Deine offenen Worte!

Es war wirklich ein sehr schöner Nachmittag und Eva hat mir nach unserem Gespräch noch so viele fachkompetente Erklärungen gegeben zu ihrer Arbeit. Gerne würde ich das alles hier aufschreiben, weil es einfach jeden von uns interessiert, aber das würde den Rahmen sprengen.

Sie können sich aber direkt an Eva wenden, wenn bei Ihnen der „Schuh drückt“ oder Sie sich behandeln lassen möchten.

Hier sind die Kontaktdaten:

kontakdaten